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Die Seniorenbetreuung Nenzing erweitert ihr Betreuungsangebot für junge Pflegebedürftige- sowie schwerstpflegedürftige Menschen.

Im September 2015 werden die Sanierungsarbeiten von Haus 1 abgeschlossen sein. Im letzten Jahr erfolgte eine Grundsanierung des vorbestehenden Gebäudes, welches nun im neuen Glanz erscheint. Im Haus 1 befinden sich insgesamt 12 Wohnungen für junge Pflegebedürftige sowie 10 Pflegebetten für schwerstpflegebedürftige Menschen.

Die neuen Räumlichkeiten im Erdgeschoss beinhalten eine Kapelle und eine Wäscherei. Auch ein Fitness- und Bewegungsraum sind vorhanden. Dies ermöglicht eine verbesserte externe Betreuung durch das Ergo-, Physio-, und Logotherapeutenteam. Durch deren Angebot an Therapien können die Bewohner im Heimalltag unterstützt werden.

Im ersten und zweiten Stockwerk werden jeweils 6 junge pflegebedürftige Menschen betreut. Diese jungen Menschen sind betroffen von den verschiedensten Krankheitsbilder wie: Schädel-Hirn-Trauma, Morbus Bechterew, symptomatische Epilepsie, multiple intrazerebrale Hämatome, multiple Sklerose usw.

Für junge pflegebedürftige Menschen ist es ganz wichtig ein Umfeld zu bieten, welches ein weitgehendes selbstbestimmtes Leben unter Gleichaltrigen ermöglicht. Das Zusammenleben Gleichgesinnter ermöglicht viele Perspektiven die sich positiv und motivierend untereinander auswirken. Dies ist die Grundlage für dieses Konzept, welches ein hohes Maß an Selbständigkeit, Eigenständigkeit und Mitbestimmung im Alltag fördert.

Um dies gewährleisten zu können, ist es wichtig, speziell auf die einzelnen Wünsche jedes Bewohners einzugehen. Dies beinhaltet eine umfassende Unterstützung in allen AEDL`S (Aktivitäten und existentiellen Erfahrungen des Lebens nach Krohwinkel) sowie eine medizinische Versorgung.

Der wesentliche Unterschied zum Haus 2 (Seniorenheim) liegt in den Bedürfnissen.   Junge pflegebedürftige Menschen pflegen eine ganz andere Kultur bezüglich Hobbies, Essen, Einrichtung, Tag- Nachtrhythmus usw.

Täglich werden verschiedenste Aktivitäten wie zum Beispiel Billard, Tischtennis, Dart, Kegeln, Tischfußball und Themennachmittage angeboten. Auch kleinere und größere Ausflüge werden mit den Bewohnern gemeinsam geplant und durchgeführt. Der positive Effekt ist, dass durch dieses Miteinander von Pflegenden und Bewohnern eine besondere „familiäre“ Atmosphäre geschaffen wird, somit entsteht ein Ort des Wohlfühlens.

Ein besonderer Schwerpunkt stellen die Pflegeoasen im dritten Stockwerk dar. Sie sind ein erstmaliges Pilotprojekt, welche in Österreich umgesetzt, und durch die Unterstützung der Vorarlberger Landesregierung ermöglicht werden. Diese sind in zwei Wohnbereiche aufgeteilt. Diese Wohnbereiche gestalten sich durch einen offenen Lebensraum, in welchem sich jeweils 5 Pflegebetten befinden.

In den Pflegeoasen ist die Betreuung von schwerstpflegebedürftigen Menschen mit Krankheitsbildern wie schwerer Demenz, Schädel-Hirn-Traum, massiven cerebralen Erkrankungen oder Apallischem Syndrom geplant.

 

 

NEUE BROSCHÜRE - HAUS 1 und 2
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Fotos von Haus Nenzing - Haus 1

Fotos von Haus Nenzing Haus 2

Abschied vom alten Heim und Umzug

 

Ab Montag, dem 25. November wurde das neue Haus allen Angehörigen und Interessierten vorgestellt und es bestand die Möglichkeit sich ein Zimmer auszusuchen. Am Samstag dem 7. und Sonntag dem 8. Dezember fand die Umsiedlung des Inventars mit Bewohnern, deren Angehörigen und allen Helfern statt. Am 9. Dezember waren alle Zimmer zugeteilt und die Übersiedlung abgeschlossen. Unsere  Senioren verbrachten, nach einem gebührend feierlichen Abschiedsessen, die erste Nacht in ihrem neuen „Zuhause“.

 

Die Einteilung in 3 Wohneinheiten ermöglicht es, Menschen mit selben Interessen zusammenzuführen. Die Tagesgestaltung kann somit noch effektiver geplant und an die Bedürfnisse jedes einzelnen angepasst  werden.

Unsere Zier- und Aktivierungsgärten

Im Innenraum unseres neuen Heimes entstanden zwei tolle Ziergärten. Um diese zu gestalten und bestmöglich anzulegen, wurden von unseren Mitarbeitern im Vorfeld kreative Ideen gesammelt.

Mit der Au-Gärtnerei Kopf in Nenzing Heimat hatten wir auch bald den richtigen Partner für unser Projekt gefunden.

Hier besteht die Möglichkeit ganzjährig, unter Berücksichtigung der einzelnen Biografien, mit den Bewohnern sinnvolle Tagesgestaltung zu leben. Die meisten von ihnen entstammen einer Generation, in der Naturverbundenheit noch eine große Rolle spielte.

Die Außenanlage und die beiden im Haus integrierten Zier- und Aktivierungsgärten bieten Raum, um gemütlich auf Bänken zu sitzen oder an verschiedenen Hochbeeten zu gärtnern.

Bei dementiell erkrankten Menschen können Pflanzen und Tiere angenehme Erinnerungen wachrufen, aber auch verloren gegangene Fähigkeiten neu erwecken. Auf diese Art wird eine abwechslungsreiche Tagesgestaltung in die Wege gerufen, und Einsamkeit und Langeweile kann vorgebeugt werden.

Gartentherapeutisches Arbeiten kann den Menschen aktivieren und die Gesundheit fördern bzw. erhalten. Es trägt somit wesentlich zur Lebensqualität und zum Wohlergehen bei.

Nicht nur unsere Bewohner, sondern auch die Mitarbeiter freuen sich über einen schön gestalteten Arbeitsplatz!